Frühlingstipps für Hunde

Frühlingszeit ist auch Fellwechselzeit

Im Frühjahr und Herbst kommen Hunde in den Fellwechsel, der im Normalfall sechs bis sieben Wochen dauert. Im Frühling haaren Hunde jedoch mehr, da ihr Winterfell dichter ist. Gerade während des Fellwechsels ist eine regelmäßige Fellpflege unabdingbar. Tägliches Bürsten fördert die Durchblutung, sorgt für eine bessere Luftzirkulation der Haut und beugt Verfilzungen vor. Spezielle Kämme entfernen die Unterwolle. Sollte der Fellwechsel auffallend lange anhalten, kann das an einem Nährstoffmangel liegen. In diesem Fall sollten sich Hundehalter an ihren Tierarzt wenden und auf eine bedarfsgerechte Fütterung ihres Hundes achten.

 

Frühjahrsmüdigkeit

äußert sich durch herzhaftes Gähnen, müde Augen und allgemeine Lustlosigkeit. Ursachen dafür können verschiedene sein. Zum einen lassen sich Hunde sowohl von andere Hunden als auch von Menschen zum Gähnen animieren. Zum anderen hat es mit dem Hormonhaushalt Ihres Hundes zutun, denn im Winter wird vermehrt das schlaffördernde Hormon Melatonin ausgeschüttet. Im Frühjahr kommt es dann zu einer Reduktion der Hormonausschüttung und durch die Sonneneinstrahlung steigt die Produktion des Glückshormons Serotonin. Das ist dann die Zeit in der Ihr Hund mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen hat. Was Sie dagegen tun können? Ausgiebige Spaziergänge mit viel Bewegung regen den Kreislauf an und bringen den Stoffwechsel in Schwung. Wie bereits beschrieben helfen Sonnenstrahlen dabei Serotonin zu produzieren, das vitalisierend auf den Hund wirkt.

 

Achtung: Zecken werden wieder aktiv

Steigen die Temperaturen, werden auch Zecken wieder aktiv. Bevorzugt halten sich die Parasiten an feuchten und schattigen Plätzen, Wiesen, in der Nähe von Gewässern und im Unterholz von Wäldern auf. Da sie ernstzunehmende Krankheitserreger übertragen können, sollten Hundehalter sich selbst und ihre Tiere schützen. Für Hunde gibt es antiparasitäre Mittel, die bei jedem Tierarzt erhältlich sind. Hilfreich ist es, den Hund nach jedem Spaziergang gründlich abzusuchen. Hat er doch mal eine Zecke, sollte diese schnellstmöglich mit einer Zeckenzange vollständig durch eine leichte Drehbewegung entfernt werden.

 

Erhöhte Aufsichtspflicht ab 1. April:

Abgesehen davon gilt für Hundehalter während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli eine gesteigerte Aufsichtspflicht. In dieser Zeit brüten viele Wildvögel; Säuger bringen ihre Jungtiere im Frühjahr zur Welt. Daher gibt es regional unterschiedliche Auflagen und Bestimmungen darüber, wo Hunde während dieser Zeit nicht frei laufen dürfen. Informiere dich über die Vorschriften, die in deiner Stadt oder Bundesland gelten.

 

Insekten 

fühlen sich bei den langsam steigenden Temperaturen wohl, stellen aber eine Gefahr für Ihren Vierbeiner dar. Hunde jagen und schnappen gerne nach Insekten, das kann aber zu Stichen im Rachenraum führen die lebensbedrohliche Schwellungen der Atemwege hervorrufen können. Deswegen sollte Sie Ihren Vierbeiner nie aus den Augen lassen. Sollte es trotzdem mal zu einem Insektenstich kommen, können sie mit angenehm kühlen Wasser oder mit einem in ein Tuch gehülltem Kühlpad helfen und kühlen. Bei starken Schwellungen oder sogar Atemnot ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen.

 

Parasiten: 

In Deutschland sind 19 von weltweit 800 Zeckenarten anzutreffen. Sie bevorzugen feuchte, schattige Plätze, Wiesen in der Nähe von Seen/Teichen und Unterholz in Wäldern. Zecken befinden sich nur in Bodennähe und meiden trockene Plätze und direkt Sonneneinstrahlung. Zur Vorbeugung gibt es verschiedene Mittel im Handel, wie z.B. Halsbänder oder Spot-on-Präparate. Im Internet wird auch oft zum Hausmittel Knoblauch gegriffen, davon ist aber eher abzuraten, da Knoblauch in großen Mengen gefährlich für das Tier werden kann und ist zudem noch unwirksam. Sie sollte Ihren Vierbeiner nach jedem Sparziergang nach Zecken absuchen, am besten mit Bürste oder Kamm. Sollte sie eine Zecke entdecken, keine Panik. Einfach die Zecke mit einer handelsüblichen Zeckenzange vollständig entfernen. Nicht mit einer Pinzette! Beim Entfernen ist zu beachten die Zecke herauszudrehen, nicht quetschen, weil sonst noch mehr Krankheitserreger ins Blut gelangen können. Außerdem ist es ratsam eine entdeckte Zecke zeitnah zu entfernen um das Risiko für die Übertragung von Erregern gering zu halten.

 

Auf in die Badesaison

Viele Hunde lieben das Wasser und dürfen im Frühling wieder baden. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten. Gerade Hunde mit Gelenkbeschwerden sollten sich nicht zu lange im Wasser aufhalten, da sich ihre Symptome bei Unterkühlung verschlechtern können. Zudem sollten Hundebesitzer niemals Stöcke ins Wasser werfen, da dies zu Verletzungen an Zunge und Rachenraum beim Aufnehmen des Stocks führen kann.

Auch das Werfen von Bällen kann zu Reibereien um die Beute führen, wenn sich mehrere Hunde in der Nähe befinden. Um Vögel nicht in ihrer Brutzeit zu stören, sollten Hundehalter auch hier Rücksicht nehmen.

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